Ausbildungsbeginn bei jungen Pferden

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marie007

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Re: Ausbildungsbeginn bei jungen Pferden

BeitragSo 13. Jan 2019, 21:06

FiLe hat geschrieben:Das ist wirklich der Knaller! Ich kenn ja ein paar Leute die so ähnlich gestrickt sind, aber die ist schon extrem.
Vermutlich muss sie ihn hergeben weil sie keinen Stall findet. Der Stall suche entnehme ich das sie auch noch zwei „Pferdevertraute Hunde“ hat. Mein Kopfkino geht da los, vor allem mit dem Text.
Ein völlig unerzogenes und vermutlich respektloses Pferd und zwei Hunde die genau so sind. So einen Einsteller nimmt doch keiner freiwillig!

Edit: Ich hab grade Academia Liberti gegoogelt. Es ist, äh, spannend? :flucht:


Habs auch grad gegoogelt:
Spirituelle Arbeit und Psychotherapie für Pferde ... vielleicht sollten sich die Besitzer erstmal behandeln lassen :doh:
Bei Academia Liberti bin ich raus :einenimtee:
Zuletzt geändert von marie007 am So 13. Jan 2019, 21:15, insgesamt 1-mal geändert.
Niveau ist keine Hautcreme, Stil ist nicht das Ende vom Besen und Humor ist etwas Gutartiges !
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Zwergl

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Re: Ausbildungsbeginn bei jungen Pferden

BeitragSo 13. Jan 2019, 21:07

marie007 hat geschrieben:
FiLe hat geschrieben:Das ist wirklich der Knaller! Ich kenn ja ein paar Leute die so ähnlich gestrickt sind, aber die ist schon extrem.
Vermutlich muss sie ihn hergeben weil sie keinen Stall findet. Der Stall suche entnehme ich das sie auch noch zwei „Pferdevertraute Hunde“ hat. Mein Kopfkino geht da los, vor allem mit dem Text.
Ein völlig unerzogenes und vermutlich respektloses Pferd und zwei Hunde die genau so sind. So einen Einsteller nimmt doch keiner freiwillig!

Edit: Ich hab grade Academia Liberti gegoogelt. Es ist, äh, spannend? :flucht:


Habs auch grad gegoogelt:
Spirituelle Arbeit und Psychotherapie für Pferde ... vielleicht sollten sich die Besitzer erstmal behandeln lassen :doh:


:rofl: :rofl: :rofl: :danke:
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jenne84

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Re: Ausbildungsbeginn bei jungen Pferden

BeitragSo 13. Jan 2019, 22:12

Ach so und @malaika
So wie mit deiner war es natürlich ideal sie stand schob eine Weile hier wir kannten sie sie kannte uns und sie war eben von dir erzogen aber nicht vertüddelt und siehe da ein ganz einfaches Pferd beim Anreiten
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brösel87

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Re: Ausbildungsbeginn bei jungen Pferden

BeitragMo 14. Jan 2019, 08:55

Jenne, sehr schöner Beitrag und ich stimme dir in allen Punkten zu und wir handhaben es auch so.
Aber anders muss nicht immer falsch sein und Ausnahmen bestätigen die Regel.
Wir bekommen nächste Woche noch einen 5-jährigen vom Top-Züchter. :x Leider wurde der nicht auf der Weide vergessen, sondern in der Box. :( Mal sehen, wie er es in der Natur findet. Wahrscheinlich kriegt er einen Herzinfarkt, denn wir reiten auch immer gleich mit den Jungen aus, wenn wir 3-4 x drauf gesessen haben.
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Sterling

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Re: Ausbildungsbeginn bei jungen Pferden

BeitragMi 16. Jan 2019, 10:21

Nachdem wir mittlerweile das dritte Thüringeti Pferd haben und dabei sind diesen auszubilden wollte ich auch meine Meinung zu dem Thema sagen.

Bevor ich zu den Thüringetis kam habe ich ein paar Pferde von Bekannten angeritten. Die waren meist 4-6 Jahre alt und grundsätzlich an den Menschen gewöhnt und recht gut erzogen. Das Problem was ich mit ihnen hatte, war einfach, dass sie schon wahnsinnig viel Kraft und Körperbewusstsein hatten. So konnten sie sich meist schon beim ersten Aufsitzen und Führen problemlos ausbalancieren und haben dann (dadurch das sie manchmal in der Teenie-Phase waren) recht schnell ausprobiert was passiert wenn sie mal bocken. und sie waren einfach nicht so schnell müde zu kriegen. :nixweiss: vielleicht habe ich da auch etwas verkehrt gemacht aber das war mein Eindruck.

2013 kam das erste Ende Dreijährige Thüringeti Pferd in den Stall.
Ja die Haltung ist sicher nicht das Optimale und ich selbst würde es auch anders machen, aber der kleine Mann ist mir aufgefallen und so zog er ein. Anfangs war er sehr skeptisch was ich mit ihm anstellte, aber er war immer neugierig und interessiert. So hat er sich sehr schnell an alles gewöhnt und war immer sehr vertrauensseelig. mit Anfang 4 haben wir dann mit dem reiten begonnen und sind gleich mit unserem Professor ins Gelände. Seine Aufzucht in der Herde war da sehr Praktisch, weil er sich immer an das Vorderpferd hielt ohne zu fragen.
Er wurde ein super Verlasspferd.
2015 kauften wir auf der Auktion noch einen jungen Mann, der war damals 2,5 und da wir selbst nicht die Möglichkeit hatten, ließen wir ihn noch ein Jahr dort und er durfte Pferd sein. Sein Verhalten am Anfang war ähnlich. Das Anreiten klappte genauso problemlos und als wir Ende 4 Jährig auf die ersten Turniere fuhren, war er das coolste Pferd der Prüfung.
Nun haben wir uns 2018 noch ein Nachwuchspferd für meinen Mann geholt. Auch 2,5 Jahre alt aber schon riesig. Jetzt haben wir die Möglichkeit gehabt ihn nach Hause zu holen und er steht zusammen mit meinem 5 jährigen Thüringeti hinterm Haus im Offenstall. Er bekommt jeden Tag sein Zusatzfutter, hat Heu soviel er will und kann sich auf der Koppel bewegen wie er möchte. Bisher haben wir nur ein bisschen über die Koppel führen geübt, Hänger fahren und überall anfassen lassen, was problemlos geht. Tierarzt und Schmied sind auch ganz entspannt. und so wollen wir das Jahr einfach vergehen lassen. Er soll alle alltäglichen Dinge kennenlernen aber mit der reiterlichen Ausbildung wollen wir auch erst mit Ende 3/Anfang 4 beginnen, vorrausgesetzt sein Wachstum macht ihm keinen Strich durch die Rechnung...

Bestimmt ist nicht alles richtig und vielleicht ist es auch Zufall gewesen, aber unsere Erfahrung war bisher mit Ende3 /Anfang 4 haben die Pferde am besten mitgemacht ;)
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brösel87

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Re: Ausbildungsbeginn bei jungen Pferden

BeitragMi 16. Jan 2019, 13:59

Die Erfahrung habe ich auch gemacht, sie lernen in dem Alter schnell undf effektiv.
Ich habe von verschiedenen Seiten gehört, dass diese Pferde extrem cool sind und schon im jugendlichen Alter Verlasspferde sind, soweit man dann schon davon sprechen kann. Das würde der Theorie widersprechen, dass man die Pferde frühzeitig an Reize gewöhnen muss, damit sie später entspannt sind.
Langes Longieren oder zu spätes Anreiten ist mit Sicherheit kontraproduktiv. Mit solchen Pferden hat man manchmal wirklich Mühe, weil sie kräftig, ausbalanciert und selbstsicher sind.
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Tocooby

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Re: Ausbildungsbeginn bei jungen Pferden

BeitragDo 17. Jan 2019, 09:23

Ich finde es sehr wichtig, dass die Fohlen von Anfang das ABC lernen. Wenn sie dann abgesetzt werden, sitzt das und gut ist. Dann sollen sie sich mit ihren Kumpeln amüsieren aber wissen immer noch, dass sie nicht stärker als das Halfter bzw. der Strick sind (und in dem Wissen sollen sie lange bleiben!) und geben Füße. Mehr müssen die meines Erachtens nach auch nicht können.

Wann man tatsächlich mit der Arbeit anfängt, hängt für mich immer sehr vom Pferd ab. Es macht in meinen Augen keinen Sinn, einen Dreijährigen anzureiten, der mit sich alleine noch solche Probleme hat, dass er nicht geradeaus laufen kann. Das prüfe ich individuell.


Accademia Liberty ist einfach nur etwas für Kino, also Popcorn raus und den Kopf schütteln aber nicht zu doll, das gibt sonst Kopfweh...
Gas ist rechts!
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Sterling

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Re: Ausbildungsbeginn bei jungen Pferden

BeitragDo 17. Jan 2019, 13:20

@brösel
dem kann ich nur zustimmnen, die Pferde die ich bisher von dort kennengelernt hab, waren innerhalb kürzester Zeit Pferde auf die du dich verlassen könntest. Sie zeigen einem ganz klar eine Grenze und wollen einfach als Pferd wahrgenommen und behandelt werden, denn die Wendy-Schein-Welt kennen sie ja nicht. Was ich aber gut finde und einem wird einfach bewusster mit welcher Körpersprache man den Pferd entgegen tritt.
Mein erster Thüringeti war gerade 6 Monate unter dem Sattel als ich schwanger wurde und ich bin in bis zur 37. SSW noch entspannt ins Gelände geritten.
Mein 5-jähriger lief dieses Jahr mit mir super schön durch die VAs und hat nebenbei mit meiner kleinen Schwester (13 Jahre) noch ein bisschen E unsicher gemacht und ich wusste immer, dass er sich egal bei welchem Reiter immer bemüht alles richtig zu machen.

Ob man da generell sagen kann zu frühe Gewöhnung an Reize bringt nichs oder ist sogar kontraproduktiv, kann und will ich nicht sagen. Da kommt es denke ich ganz viel aufs Pferd an. Sicher gibt es welche, die länger brauchen um sich mit neuen Situationen anzufreunden als andere
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Gerrit

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Re: Ausbildungsbeginn bei jungen Pferden

BeitragDi 29. Jan 2019, 10:11

Ist eigentlich @Sabine noch im Urlaub... :-? ? Sie wollte doch gerne mit diskutieren .... :nixweiss:
Wer Frauen versteht, kann auch durch null teilen!
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brösel87

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Re: Ausbildungsbeginn bei jungen Pferden

BeitragDi 29. Jan 2019, 14:19

Gerrit, gut dass du das im Auge behältst. :D
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Sabine

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Re: Ausbildungsbeginn bei jungen Pferden

BeitragDo 7. Feb 2019, 11:45

Gerrit, die Türengeti Pferde bestätigen doch meine Aufassung. :D Spart alle weiteren Worte.

Lernen müssen die mE. nur was unbedingt not tut und das ist bei uns aufhalftern und führen. Hufe geben und selbst Hänger fahren geht bw. ging bislang immer aus dem Grundvertrauen.

Ein gemsichte Herde hilft, dann werden die Joungster ohnehin nicht frech.
Zuletzt geändert von Sabine am Do 7. Feb 2019, 17:09, insgesamt 1-mal geändert.
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brösel87

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Re: Ausbildungsbeginn bei jungen Pferden

BeitragDo 7. Feb 2019, 13:24

Vielleicht hier passend:
Wir haben nun den 5-jährigen vom Züchter zur Ausbildung da. Er ist in seinem Leben nie aus dem Dunstkreis Stall-Halle-(angrenzendeWeide vielleicht als Fohlen) rausgekommen. Aktuell stand er in der Box, kam aller 2 Tage raus und fraß viel (Kraft-)Futter. Nachdem er bei jeglichem Transportversuch den Hänger zerlegt hat, kam er sediert hier an. Wir haben ihn hier nachts in der Box und tagsüber draußen auf ca. 4000 m³ Bewegungsfläche mit einem braven Wallach. Er läuft den ganzen Tag am Zaun hin und her wie ein Tiger im Käfig und kann damit gar nichts anfangen. Im Umgang schwierig, flippt auch schnell mal total aus. Springt, wenn man den anderen Wallach weg nimmt, über 1,60 m hohe feste Zäune und akzeptiert auch keinen Draht. Wir arbeiten an den Problempunkten... :(
Der 3-jährige ist "in Freiheit" aufgewachsen, hat alles mal nebenbei gesehen, läuft jetzt 1 x pro Woche als Handpferd mit und geht einmal pro Monat Freispringen. Er ist entspannt, bleibt problemlos allein und ist einfach nur :love: . Der macht im Herbst oder Winter beim Reiten bestimmt keine Probleme.
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Runklrüb

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Re: Ausbildungsbeginn bei jungen Pferden

BeitragDo 7. Feb 2019, 13:59

Armes Pferd - also der 5 jährige
Dass er den ganzen Tag nicht weiß wohin mit sich und so schwache Nerven hat.

wirklich ein bedauernswertes Geschöpf - und das Schlimmste: Menschgemacht
WWPA Wohlstands-Wander- Paket- Anwärter
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Sabine

Moderator

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Re: Ausbildungsbeginn bei jungen Pferden

BeitragDo 7. Feb 2019, 17:12

Klingt nach dauersedieren in den ersten Wochen... armes Phychohü. Vielleicht kann man den auch erstmal auf einem Panelpaddock laufen lassen? Den ggf. auf der Koppel bei dem anderen?

Wir hatten mal so einen 4j. Phycho, der auch die kompletten Winter jeweils in einer geschlossenen Box verbracht und der sich ganz ähnlich verhielt und dazu immer noch aus dem nichts heraus stieg. Der Tierarzt hat dann eine Ataxie diagnostiziert. Keine Ahnung ob es einen Zusammenhang zwischen dem Verhalten und der Erkrankung gibt, aber theoretisch denkbar wäre es ja vielleicht.
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fanniemae

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Re: Ausbildungsbeginn bei jungen Pferden

BeitragDo 7. Feb 2019, 21:25

interessantes thema.

den zeitpunkt abhängig von der individuellen reife machen klingt gut, halte ich aber für recht akademisch.
alles eine frage der verhältnismässigkeit und der art des anreitens.

stichwort: longieren.
sicher nicht artgerecht, egal in welchem alter, weil 18-meter kreise alles andere als der natur der geradeausgerichteten bewegung eines fluchttieres entsprechen.
je grösser die pferde sind (fliehkraft) umso kontraproduktiver für sehnen, bänder, bewegungsapparat.

in der deutschen reitschule in waf steht das skelett von rex fritz, das darf dort jeder azubi studieren und die anlongierten überbeine auf beiden seiten vorn bewundern.
das hat mich damals geprägt.

ich hole meine selbstgezogenen stuten immer 3jrg zum frühjahr aus der herde, mein reitpferd ist schon auf dem anhänger zum abholen mit dabei, und dann kommt das neugefundene paar nach dem abladen bei uns in münster direkt gemeinsam auf die weide.
wenn man so eine unerfahrene 3jrg dann 2 std später erstmals mit dem wallach in den fremden stall reinholt, hat sie mental bereits angedockt und alles weitere wird mit hilfe des wallachs als führpferd sehr einfach und natürlich für alle beteiligten.

die gehen von anfang an jeden tag als handpferd mit raus ins gelände, lernen eisenbahn, schienen, bahnübergang, transporter/hängerverkehr und den ganz grossen bahnhof (hofmaschinen) bei uns auf dem hof etc
trab und galopp auf der rennbahn nebenher und zurück im stall dann die ersten male satteln und trensen ohne anbinden auf der stallgasse, der wallach steht immer daneben.
kein stress.

gesattelt und mit trense dann weiter mit führpferd unterwegs, halfter über der trense, am halfter der strick.

meist sitz ich nach 1 woche das erste mal drauf, auf der stallgasse, lass mich auf und ab führen, der wallach steht dabei.

dann die suche nach einem reiter für den wallach, der mich dann im sattel auf dem jungpferd mit raus nimmt. zunächst am strick (halfter über der trense, zügel hab ich in der hand), je nach befindlichkeit dann bereits strick ab auf dem weg zurück und nach ein paar mal kommen halfter und strick nur noch "für den fall der fälle " mit ins handgepäck.

meist wird 3 mal die woche geritten, je nach dem wie ich einen reiter für den wallach finde.
getreu der alten remonten-regel:

3jrg reitet man 3 mal die woche,
4jrg 4 x
5jrg 5 x.
wichtig ist dass die jeden tag mit dem wallach ein paar stunden raus kommen, dann sind die immer ausgeglichen. "müde machen" vor dem aufsitzen gibt es nicht und ist auch nicht nötig.
körperlich unreif waren meine 3jrg in dem alter bis auf eine ausnahme alle. geschadet hat es keiner weil es immer nur geradeaus ging und zehn minuten traben und galoppieren keinem pferd in dem alter schadet wenn man eine stunde draussen unterwegs ist.

peu a peu nabelt man sich von dem führpferd ab, der ist dann auf dem grossen springplatz nur noch "als ruhe gebender fixpunkt" mit dabei und man zieht eigenständig grössere runden.

das wesentliche ist aber das reiten auf der rennbahn/gelände, geradeaus, im trab und galopp neben dem wallach (meist ziehen die jungen pferde allein dran vorbei und bleiben im angemessenen tempo vorn), besser kann man hilfengebung/tempoübergänge m.e. nicht vermitteln.

spielerisch und artgerecht und ganz sicher kein körperliches überfordern.
im herbst geht es dann zurück in die stutenherde.
meine stuten ziehen 3jrg i.d.r. bereits gedeckt zum anreiten ein oder werden hier besamt und nach dem abfohlen geht es dann im herbst 4jrg an die "echte" arbeit.

als meine belissimo nach dem ersten fohlen damals ende 4jrg zu hinneman in den sport ging, gab es eine gebrauchsanweisung mit dazu:

pferd kennt alles ausser waschbox, gamaschen und decke...
der spruch hängt mir bis heute dort nach :-)

als ich meine erste 3jrg vor ???jahren so angeritten habe, sollte die nach drei monaten zu seb und helen langehanenberg zwecks ausbildung SLP.
zu dem zeitpunkt war die schon mit in waf im gelände und in der westf reit und fahrschule/geländehindernisse.

seb war damals irritiert.
er hatte noch nie ein pferd, das man vom fleck weg im stall aufsitzen und losreiten konnte (ich steige grundsätzlich im stall auf), das aber noch nie longiert worden war ...
ob ich ihn denn wohl auf den arm nehmen wollte?
ich habs als kompliment gesehen und den ablauf mit allen anderen später genau so beibehalten. und hoffe, dass mein wallach noch ein paar jahre hält, damit auch die nächsten jahrgänge genau so unter den sattel kommen können...

die o.g. stute ist erst 5jrg verkauft worden, nachdem ich sie selber 4jrg geländeprüfungen geritten habe. da stellte sich beim tüv raus, dass die kissing spines hatte. ich mochte es nicht glauben, das pferd war nie auffällig unterm sattel. bis heute das gewinnsummen-erfolgreichste sportpferd aus meiner zucht bis s-drs und niemals auffällig oder gesundheitsbedingt ausgefallen.
ob sie sich bei konventionellem anreiten in dem frühen alter mit longieren und ausbinden ebenso problemlos entwickelt hätte?
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brösel87

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Re: Ausbildungsbeginn bei jungen Pferden

BeitragFr 8. Feb 2019, 08:54

Ich stimme fanniemae in vielen Punkten zu. Von Longieren halte ich grundsätzlich auch nicht viel und wir reiten mit den Jungen immer raus und geradeaus. Als Führpferd haben wir einen nun 16-jährigen Wallach, der ist 175 groß und der Ausbund an Ausgeglichenheit. Mit dem lernen die Jungen Straßen, Wasser etc. kennen und der ist auch immer beim Anreiten dabei (er war schon als junges Pferd so ein Fels in der Brandung). Was ich NIE mehr machen würde, ist drauf setzen in Box, Stallgasse etc, weil ich einmal erlebt habe, dass ein Pferd dabei austickte. Der Reiter hat nur mit viel Glück überlebt. Wir machen das draußen auf der Wiese, dann geht es als Handpferd eine Runde und wenn was passiert, rennt das Pferd im schlimmsten Fall reiterlos auf der eingezäunten Wiese rum.
Die Tendenz, dass es mit dem 5-jährigen täglich bischen besser wird, ist schon da.Ich glaube nicht, dass er krank ist. Das kommt einfach dabei raus, wenn man blutgeprägte Trakehner in eine Box sperrt (nicht nur die) und dazu einen Haufen Kraftfutter gibt, damit sie "Pferd werden". Der ist so richtig fett. :(
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Gerrit

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Re: Ausbildungsbeginn bei jungen Pferden

BeitragFr 8. Feb 2019, 10:32

Sabine hat geschrieben:Gerrit, die Türengeti Pferde bestätigen doch meine Aufassung. :D Spart alle weiteren Worte.



Ist schon interessant, das keiner auf diese Aussage von @Sabine eingeht?? :lol:

------ Das bestätigt mich übrigens einmal mehr in meiner Auffassung das dieses frühe Gefummel mit den jungen Pferden idR. überflüssig und oft hochgradig schädlich ist. -------

Ob man generell mehr oder weniger macht, darf jeder gerne selber entscheiden... aber hochgradig schädlich .... :lol: :lol: :lol:
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munsboro

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Re: Ausbildungsbeginn bei jungen Pferden

BeitragFr 8. Feb 2019, 19:19

Gut, dass meine xx Stute in jungen Jahren gleich Rennen gelaufen ist, denn "Gefummel" hätte ihr ja wahrscheinlich geschadet

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Sabine

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Re: Ausbildungsbeginn bei jungen Pferden

BeitragMo 11. Feb 2019, 09:45

Gerrit und Munsi wollen mich anzicken. :-? :cry: Schade, ein sachliche Auseinandersetzung hätte ich netter gefunden.
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Gerrit

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Re: Ausbildungsbeginn bei jungen Pferden

BeitragMo 11. Feb 2019, 09:51

ich warte nur auf eine sachliche Aussage von Dir, warum ...das frühe Gefummel mit den jungen Pferden idR. überflüssig und oft hochgradig schädlich ist....
Da bist Du null drauf eingegangen.
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