Beabsichtigte Regeländerungen für 2018 in der Vielseitigkeit

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Wolke76

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Re: Beabsichtigte Regeländerungen für 2018 in der Vielseitig

BeitragMo 27. Nov 2017, 21:49

Ich bin da ganz eurer Meinung....und hoffe es wird endlich auch national angepasst. Ich habe es tatsächlich auch mehrmals erlebt in diesem Jahr das Reiter die über 8 in der Dressur mit Springfehlern und nicht wenigen Zeitfehlern im Gelände noch platziert wurden.

Ich bin auch der Meinung es soll eine ordentliche Dressur geritten werden, aber wenn man dann im Ergebnis teilweise übergewichtige Dressurpferde sieht die sich gerade so durch das Gelände schleppen :o .... da fragt man sich hier und da schon ob das noch der eigentliche Sinn war?

Ich bin dafür (klar :D mein Pferd wird nie ein Lampenaustreter :D )
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Honeymonster

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Re: Beabsichtigte Regeländerungen für 2018 in der Vielseitig

BeitragDi 28. Nov 2017, 07:04

lori hat geschrieben:
Gundi hat geschrieben:Die Tage habe ich einen Artikel gelesen, der die Championate und 4-Sterne Prüfungen ohne Koeffizienten durchgerechnet hat.
Bei ca. der Hälfte hätte es einen anderen Sieger gegeben, weil der 2. das Dressurergebnis nach Hause geritten hat und der Abstand nach der Dressur den halben Punkt geringer war, der es dann ausmachte.
Z.B. wäre Michi dieses Jahr in Kentucky "nur" 2. geworden und der Franzose (Name fällt mir gerade nicht ein), der 2. war, hätte gewonnen, weil Michi aus der Dressur 1,5 Punkte Vorsprung hatte und im Gelände 1,2 Zeitfehler kassiert hat. Nach neuem Reglement hätte er nur 1 Punkt Vorsprung gehabt und somit durch die Zeitfehler auf den 2. Platz gekommen.

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Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Links dieses Beitrags anzusehen. ... 4-winners/


Hätte Michi gewusst, dass er nicht 1,5 Punkte Vorsprung hat, sondern weniger, wäre er auch im Gelände ne Sekunde schneller geritten...
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Gundi

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Re: Beabsichtigte Regeländerungen für 2018 in der Vielseitig

BeitragDi 28. Nov 2017, 07:05

DAS habe ich mir auch gedacht.

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Wir sind hier nicht bei "Wünsch Dir was" sondern bei "So isses!"
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JulchenHH

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Re: Beabsichtigte Regeländerungen für 2018 in der Vielseitig

BeitragDi 28. Nov 2017, 16:39

Ich fand das Problem in internationalen Prüfungen garnicht so groß, weil dort getrennt, also nach %-en gerichtet wird. Gerade im */**-Bereich liegen die Dressuren meistens zwischen 58% und 72% (21 Punkte Differenz), wobei sich die meisten Reiter zwischen 63% und 67% (6 Punkte Abstand) tummeln.
In gemeinsam gerichteten VA und VL passiert es viel zu oft, dass die Dressuren zwischen 5,0 und 8,5 (52,5 Punkte Differenz) schwanken und auch das Gro der "ordentlichen" Ritter zwischen 6,0 und 7,0 noch bis zu 15 Punkte Abstand hat. Da gewinnt man mit einem, der ein gutes Springen und Gelände und eine vernünftige Dressur im soliden 6-er Bereich läuft dann nichts mehr.

Ich bin gespannt, was die FN daraus macht...
Zuletzt geändert von JulchenHH am Sa 2. Dez 2017, 07:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Wolke76

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Re: Beabsichtigte Regeländerungen für 2018 in der Vielseitig

BeitragDo 30. Nov 2017, 11:34

Genau JulchenHH, DAS habe ich in diesem Jahr auch öfter erlebt. Springen und Gelände null und mit ner ordentlichen Dressur GERADE noch platziert.... das finde ich wirklich absolut ärgerlich....aber im Augenblick wohl leider nicht zu ändern. Ich persönlich hoffe da auf eine Änderung :D :D :D
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suomi

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Re: Beabsichtigte Regeländerungen für 2018 in der Vielseitig

BeitragSo 13. Mai 2018, 18:58

Interessant zu hören, was die Profis und Trainer zum neuen Modus sagen.


Quelle: St. Georg, Auszug aus dem Bericht über CIC3* in Marbach

Diskussionen über neuen Dressurmodus

Am Rande des Wettkampfs gab es das ganze Wochenende lang ein großes Thema: der neue Dressurmodus. Seit diesem Jahr wird das Dressurergebnis nicht mehr mit 1,5 multipliziert, sondern einfach gezählt. Dadurch liegen die Ergebnisse viel dichter beisammen, das Gelände und vor allem das abschließende Springen bekommen mehr Gewicht. Als die neue Regelung beim Weltreiterverband FEI zur Abstimmung stand, waren Deutschland und die Niederlande die einzigen Nationen, die dagegen gestimmt haben. Bei den Reitern und Offiziellen ist die Stimmung gemischt. „Mit dem neuen Modus wird nicht mehr gutes Reiten bewertet“, gibt Bundestrainer Hans Melzer zu Bedenken. „Denn das Problem ist ja auch, dass die Notenskala nicht ausgeschöpft wird. Statt einer neun oder zehn geben die Richter lieber eine 7,5 oder 8,5. Statt auch mal eine Zwei zu geben, gibt es eine Vier. Jetzt liegen die Teams auf einem Championat weniger als einen Springfehler auseinander. Auf der anderen Seite ist das auch eine neue Herausforderung an die mentale Stärke des Reiters.“
Profi Nicolai Aldinger findet, das neue System hat Vor- und Nachteile: „Es wird unheimlich spannend für die Zuschauer, aber auch für uns Reiter. Und jetzt hat man mit einem Pferd, das solide ausgebildet ist und eine 30er-Dressur gehen kann, auch noch gute Chancen in die vordere Platzierung zu reiten – das war vorher oft nicht der Fall. Wir betreiben Vielseitigkeitssport, keinen Dressursport. Auf der anderen Seite hat das Springen jetzt schon sehr viel Gewicht und man muss aufpassen, dass nicht in Zukunft zu risikoreiches Reiten belohnt wird.“ Die Gefahr sieht auch die Siegerin Julia Krajewski: „Es kann sein, dass der neue Modus schnelles Reiten, zu schnelles Reiten fördert, was dann zu Lasten der Grundausbildung geht. Wenn man bedenkt, was Pferd und Reiter schon allein in der Dressur und im Gelände leisten und wieviel dann ein Springfehler ausmacht, bin ich mir nicht sicher, ob das der richtige Weg ist. Aber keine Frage, die Spannung steigt dadurch natürlich. Man muss abwarten, wie sich das entwickelt.“
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