Schultern / Körperspannung

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Tine

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Schultern / Körperspannung

BeitragSa 24. Jun 2017, 07:02

Hallo, nach längerer Sportunfähigkeit bis in dieses Frühjahr habe ich jetzt das Problem, den Schwung meiner großen Stute zu kompensieren. Mir fehlt - trotz täglichen Fitnesstrainings - jetzt die Körperspannung nach aufwärts und ich falle mit den Schultern nach vorne und in mich zusammen - trotz aller Erinnerungen an Sally Swift. Versuche ich gestreckt zu sitzen, werde ich im Becken fest. Kennt jemand das MT-Band, welches im Schulterbereich zumindest leicht erinnern soll die Schultern zurück zu nehmen? Mittlerweile bekomme ich sie so geritten, dass sie recht locker ist, aber ich weiß nicht wohin mit dem Schwung... :nixweiss: Das selbst die sehr guten Reiter an diesem Schwung verzweifeln ,tröstet mich nicht, bei denen sieht es zumindestens trotzdem gut aus - auch wenn die hinterher am Ende sind ;) Bringt so ein Hilfsmittel wie das MT-Band wohl etwas? Oder gibt es noch spezielle Übungen die Körpermitte zu stärken?
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Tschuli

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Re: Schultern / Körperspannung

BeitragSa 24. Jun 2017, 07:43

Hast du schon mal Pilates probiert? Was genau machst du beim Fitnesstraining? Zum MT Band kann ich dir nicht viel sagen...
meinMützchen - Fliegenohren http://www.facebook.com/meinmuetzchen
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Schimmelreiterin

  • Beiträge: 329

Re: Schultern / Körperspannung

BeitragSa 24. Jun 2017, 09:22

Nach langen Jahren der Einrostung fällt mir das Aussitzen auf meinem schwungvollen Riesentier mehr als schwer. Mir hilft sehr das Verwenden der "dicken lila Rolle" aus dem Franclin Bal Set von Meyners. Ich bin oben noch nicht ganz gestreckt und offen und lang, aber ich krieg die Rotation mit dem Becken hin und die Streckung wird allmählich besser.
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Lasi

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Re: Schultern / Körperspannung

BeitragSa 24. Jun 2017, 14:01

Habe mir von einer Bekannten das
MT-Band geliehen und es ist für mich
völlig ungeeignet. Es drückt mir auf
den Buckel und klemmt unter den
Armen. Macht man es lockerer rutscht
mir es hoch zum Hals und hat auch
sonst keine Wirkung mehr.
Ich schaue gerade nach ähnlichen
Teilen die aber hinten einen Steg haben
und wo der Druck nicht auf den Buckel
sondern zwischen die Schulterblätter geht.
Einen Wallach kannst du fragen, einen Hengst sollst du bitten, mit einer Stute musst du diskutieren.
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Futterkelle

  • Beiträge: 31

Re: Schultern / Körperspannung

BeitragSa 24. Jun 2017, 21:07

Ich habe mich wegen des Unterricht gebens mit diesem ganzen Sitzthema sehr intensiv beschäftigt, sowohl theoretisch als auch in der praktischen Umsetzung ... wenn reiten so einfach wäre, dass man sich nur sowas Umschnallen müsste und dann klappts, wäre natürlich ein Traum.

Ich würde mich aber eher Richtung Eckhard Meyners orientieren, das ist wirklich sinnvoll und gut, ich glaube der hat auch ein Buch geschrieben und es gibt zertifizierte Trainer. Was auch sehr gut ist, ist das Buch "Balance in der Bewegung", teils sehr anatomisch aber echt hilfreich sich da durchzukämpfen.

Meine persönliche Beobachtung bei vielen Reitschülern ist, dass die Ursache des Problems ganz selten dort zu finden ist, wo es zu beobachten ist.
Also oft ist das Becken bzw die Hüftgelenke verspannt und schwingen nicht mit, deshalb fängt der Reiter an nach vorne zu fallen und macht einen Buckel (weicht der Pferdebewegung also aus, weil er sie nicht aufnehmen kann). Wenn man ihm jetzt noch sagt er soll grade sitzen, probiert er das, verkrampft aber natürlich noch mehr und alles wird noch schlechter. Wenn man sich aber das Fundament des Sitzes vornimmt und erstmal darauf achtet, ob der Reiter zum Beispiel rythmisch in der Bewegung treibt (was er nicht tut wenn er im Becken klemmt) und hier Korrekturen vornimmt, wird es oftmals oben von selbst gerader und besser. Auch gezielte Gymnastik und Dehnung gerade der Hüftbeuger ist oftmals sehr effektiv. In deinem Fall natürlich jetzt völlig ins Blaue geschossen, es schadet im Zweifelsfall aber nicht.

Das sind aber nur meine Beobachtungen aus der Unterrichtspraxis mit vor allem Anfängern/ Einsteigern, vielleicht hilft dir dieses Band dir auch. Ausprobieren schadet sicher nicht (falls man es vielleicht eh hat und nicht jede Menge Geld ausgeben muss), ich finde aber, dass es Druck auf den Nacken ausübt und den Kopf nach vorne schiebt, was das obere Kopfgelenk feststellt und für die ohnehin empfindliche Nackenmuskulatur auch nicht so gut ist. Für einen ausbalancierten Sitz ist es eigentlich sehr wichtig, dass das Kopfgelenk in jede Richtung agieren kann (wie jedes Gelenk beim Reiten). Da der Kopf für das Gleichgewicht durch sein hohes Gewicht und die Position oben auf dem Körper eine sehr entscheidende Rolle spielt. Deswegen macht das auf den ersten Blick auf mich nicht so einen guten Eindruck.
Meine Idee wäre glaube ich eher das Geld zum Beispiel in ein Sitzseminar bei/nach Eckhard Meyners zu investieren. Das ist wirklich ein Aha-Erlebnis was man von der Isomatte mit aufs Pferd nehmen kann, fand ich.

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