Rigoletto sucht...

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Anne845

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Re: Rigoletto sucht...

BeitragMi 28. Mär 2018, 17:24

Aber er ist doch nun erst mal in einer Pflegefamilie, oder? Wenn ich es richtig gelesen habe...Endplatz ist somit ja auch nicht, korrigiert mich wenn es anders ist. :-?
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Ruebchen

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Re: Rigoletto sucht...

BeitragMi 28. Mär 2018, 20:51

Für mich sieht es einfach sehr merkwürdig aus, dass Du für Hilly Platz hast und für Rigoletto offensichtlich nicht. Entweder es ist noch Platz im Stall oder nicht. Und dann würde ich mich als Züchterin schon in der Verantwortung fühlen, einen "Pflegefall" nicht wegzugeben. Man sieht ja jetzt eindrucksvoll, was passiert.
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Sabine

Moderator

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Re: Rigoletto sucht...

BeitragDo 29. Mär 2018, 08:30

Dieses wendymäßige sieht man inzwischen ja bei einigen professionellen Verkäufern. Selbstverständlich nimmt man mal mindestens so ein Pferd dann zurück.
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Starshine

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Re: Rigoletto sucht...

BeitragDo 29. Mär 2018, 09:10

Mal etwas OT, aber diese IG hat doch auch nicht so wirklich alle Latten am Zaun, oder?? Ich meine, ich finde es grds toll, wenn Leute sich Tieren annehmen, die es schwer haben, oder die niemand will, aber ich habe aus diesem Anlass hier mal die FB Seite angesehen und wenn man da ein wenig weiter scrollt.... da wird ein 30(!!!) jähriges Pony mit PA noch operiert.... nachdem man erst keinen TA fand, der das machen wollte (HALLO!! Wink mit dem Zaunpfahl....)
Sorry, aber ich glaube bei manchen steht das Helfersyndrom weit über dem Tierwohl..... :dagegen:

Und grds bin ich ganz bei euch, entweder ich behalte so ein Pferd, oder ich lasse es gehen, also über die Regenbogenbrücke. Aber schon die Aussage zum Thema "Schutzgebühr" weiter oben, es habe ja auch Geld gekostet, damit das Pferd überhaupt auf die Welt kommt, sagt doch alles... da geht es nicht darum, dass es dem Pferd gut geht, da geht es um ein wenig Geld in der Kasse und Verantwortung (und Kosten) abgeben. Punkt. Sorry, aber da kann mir keiner was anderes erzählen.
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Schniti

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Re: Rigoletto sucht...

BeitragDo 29. Mär 2018, 09:21

Starshine hat geschrieben:Mal etwas OT, aber diese IG hat doch auch nicht so wirklich alle Latten am Zaun, oder?? Ich meine, ich finde es grds toll, wenn Leute sich Tieren annehmen, die es schwer haben, oder die niemand will, aber ich habe aus diesem Anlass hier mal die FB Seite angesehen und wenn man da ein wenig weiter scrollt.... da wird ein 30(!!!) jähriges Pony mit PA noch operiert.... nachdem man erst keinen TA fand, der das machen wollte (HALLO!! Wink mit dem Zaunpfahl....)
Sorry, aber ich glaube bei manchen steht das Helfersyndrom weit über dem Tierwohl..... :dagegen:

Und grds bin ich ganz bei euch, entweder ich behalte so ein Pferd, oder ich lasse es gehen, also über die Regenbogenbrücke. Aber schon die Aussage zum Thema "Schutzgebühr" weiter oben, es habe ja auch Geld gekostet, damit das Pferd überhaupt auf die Welt kommt, sagt doch alles... da geht es nicht darum, dass es dem Pferd gut geht, da geht es um ein wenig Geld in der Kasse und Verantwortung (und Kosten) abgeben. Punkt. Sorry, aber da kann mir keiner was anderes erzählen.


Absolut meine Meinung, das habe ich auch gedacht. Warum erlöst man so ein Tier nicht einfach, man tut doch keinem einen Gefallen damit, wenn man zB so late Pferde noch OPs unterzieht etc. :roll:
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kleinkariert

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Re: Rigoletto sucht...

BeitragDo 29. Mär 2018, 09:24

Doch @Schniti, einer freut sich mindestens, nämlich der TA, der die OP schließlich durchführt.

Natürlich ist es immer leicht über andere zu urteilen, wenn man selbst nicht in der Situation steckt. Aber ich sehe es wie viele hier: Man muss Verantwortung für seine Pferde übernehmen und wenn ein ganzes Leben als Wanderpokal und teurer Klotz am Bein abzusehen ist, dann muss man schweren Herzens einen finalen Schritt einleiten. Oder man beißt in den sauren Apfel und nimmt Zeit, Geld und Mühen auf sich, statt sie auf andere abzuwälzen.
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Carlie

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Re: Rigoletto sucht...

BeitragDo 29. Mär 2018, 09:38

Das hat zwar auch nichts in dem Thread zu suchen, aber ich muss für die Tierärzte hier schon eine Lanze brechen.

Mein Pferd war letztes Jahr 9 Tage in der Augenklink gestanden mit OP. Ich hab mir bei 90 % der Pferde dort gedacht, warum tut man denen das noch an. Meiner hatte "nur" einen Hornhautentzündung, fand ich das bis zum Eintreffen in der Klinik schon schlimm, die übrigen Pferde die dort zur Behandlung standen waren aber wesentlich schlimmer dran. Die Entzündung war dagegen ein Kindergeburtstag.
Die Tierärzte dort waren ähnlicher Meinung zum Thema warum überhaupt noch die OP dem Pferd antun. Aber wenn für den Besitzer einschläfern keine Option ist, muss der TA ja operieren. Zumindest hat das Tier dann nach der OP keine Schmerzen mehr.
Zum Thema Verantwortung bin ich ganz eurer Meinung, die sollte man übernehmen.
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Tasha

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Re: Rigoletto sucht...

BeitragDo 29. Mär 2018, 10:03

Starshine hat geschrieben:Mal etwas OT, aber diese IG hat doch auch nicht so wirklich alle Latten am Zaun, oder?? Ich meine, ich finde es grds toll, wenn Leute sich Tieren annehmen, die es schwer haben, oder die niemand will, aber ich habe aus diesem Anlass hier mal die FB Seite angesehen und wenn man da ein wenig weiter scrollt.... da wird ein 30(!!!) jähriges Pony mit PA noch operiert.... nachdem man erst keinen TA fand, der das machen wollte (HALLO!! Wink mit dem Zaunpfahl....)
Sorry, aber ich glaube bei manchen steht das Helfersyndrom weit über dem Tierwohl..... :dagegen:

Und grds bin ich ganz bei euch, entweder ich behalte so ein Pferd, oder ich lasse es gehen, also über die Regenbogenbrücke. Aber schon die Aussage zum Thema "Schutzgebühr" weiter oben, es habe ja auch Geld gekostet, damit das Pferd überhaupt auf die Welt kommt, sagt doch alles... da geht es nicht darum, dass es dem Pferd gut geht, da geht es um ein wenig Geld in der Kasse und Verantwortung (und Kosten) abgeben. Punkt. Sorry, aber da kann mir keiner was anderes erzählen.


Aber warum sollte man es nicht probieren wenn es eine Chance ist? Zumal es ja auch in Standnarkose gemacht wurde? Anscheinend hat das Pony es doch gut überstanden??? Wo will man da den Schnitt machen? Keine OP wenn Tier älter als 20? Oder 25? Ich finde das man das wirklich individuell betrachten muss.
Aber ja, es gibt leider wirklich Tierbesitzer die alles probieren und nicht in der Lage sind eine finale tierliebende Entscheidung zu treffen. Generell bin ich der Meinung lieber zu früh als zu spät dem Leiden ein Ende setzen. Und vorallem: die Verantwortung übernehmen. Mein Großer war dann mit 12 finaler Rentner, da hatte ich vor der OP auch gesagt: schlechte Prognose? Dann bitte liegen lassen. Nicht weil ich ihn los werden wollte, sondern wegen der Summe der Probleme. Jetzt lebt er in einem Traumoffenstall für "teuer" Geld und aufgrund der Entfernung fahre ich nur alle 2 Wochen hin. Ich hätte ihn auch billig abgeben können... Kürbis gedeihe ... nach mir die SInnflut. Und sollte ich mir irgendwann keine 2 Pferde leisten können, dann muss mein Kleiner gehen, der ist gesund und nett zu reiten.
Sorry fürs OT, aber das Thema macht mich echt wuschig, Tier alt oder krank.. bitte weg damit.
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Starshine

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Re: Rigoletto sucht...

BeitragDo 29. Mär 2018, 10:38

@Tasha: ich bin grds total bei dir und glaube ich bin auch eher die Wendyfraktion, die für ihre Pferde auch alles versuchen würde, aber einem 30jährigen Pony eine OP (gut, da wird nicht abgelegt, insofern nicht ganz so riskant, aber dennoch grds mit Stress und Schmerzen verbunden) zuzumuten mit der Hoffnung, dass es sich vll daran gewöhnt nun völlig blind zu sein, was man ja auch kaum abschätzen kann?? Nee, da hätte ich die Reissleine gezogen, vor allem, wenn mir TA von der OP abgeraten hätten (und ja wohl nicht nur einer).

Und genau so wie du es beschreibst, so hätte es eben auch in diesem Fall (also des Pferdes diese Threads) sein können und eigentlich müssen. Pferd behalten und eben gucken was und ob es geht und grade nicht die Verantwortung und das Kostenrisiko abschieben (auch weil dann eben letztlich vll nachher ein anderer doch nach "wird mir zu teuer" entscheidet ....).
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Militarypferd

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Re: Rigoletto sucht...

BeitragDo 29. Mär 2018, 10:38

Noch mehr OT

Aber das ist ja schon fast zum Standard geworden, wenn Tiere unbequem werden, werden sie eingeschläfert. Wie oft haben wir es bei uns in der Praxis mit den Kleintieren, sehr auffällig häufig vor Ferien, dass da Leute stehen und wollen dass die Tiere eingeschläfert werden, nur weil sie jetzt etwas älter sind, gerade nicht in den Zeitplan passen, unbequem geworden sind.....
Der Hund, die Katze ist inkontinent, das macht mir zu viel Arbeit, bitte einschläfern!

Klar, nach TierSchG ist das zum Glück nicht zulässig, aber man trägt doch eine gewisse Verantwortung, wenn man es nicht tut (oder zumindest behauptet man täte es) werden die Tiere ausgesetzt, solange durch die Gegend gefahren bis sich doch ein Tierarzt findet, der es tut oder einfach totgeschlagen - vermitteln oder Tierheim ist für solche Leute (aus Faulheit? Oder Rest Schamgefühl?) oft keine Option.

Ich kenne ein Kollegen, der sagt, dann ja, ja kein Problem, mache ich, sie sollen das Tier da lassen er erledigt es später. Er vermittelt die Tiere dann aber unter der Hand weiter und sagt den (zufriedenen!!!) Besitzern er hätte sie eingeschläfert. Wenn er gleich sagt, er vermittelt sie weiter, würden sie ihm die Bude einrennen, um schnell und einfach ihre Tier entsorgen zu können! Und ich spreche hier nur von m.o.w. gesunden Tieren. Natürlich ist es rechtlich nicht korrekt, aber was sonst tun? Zumindest bei denen die sich zu keiner vernünftigen Entscheidung überreden lassen.

Was Rigoletto angeht, ich finde es akzeptabel, dass Rosengarten nach einem Platz gesucht hat, klar wäre es wünschenswert gewesen, wenn sie, gerade weil Züchter (und damit vermutlich mehr Platz), ihn selbst behalten hätte.
Auch eine Schutzgebühr (allerdings Max den Schlachtwert oder das Tier einfach ohne Pass/oder als nicht Schlachtpferd eingetragen) fand ich akzeptabel.

Aber dieser Versuch ist nun mal ziemlich gescheitert - warum sich da eine IG mit wahrlich Unsummen jetzt für ins Zeug legt, ohne das es einen sicheren Endplatz für dieses arme Tierchen gibt, kann ich nicht nachvollziehen.
Genau so wenig warum @Rosentgarten nimmst Du das Pferdchen nicht wieder zu dir zurück?
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Starshine

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Re: Rigoletto sucht...

BeitragDo 29. Mär 2018, 11:45

@Militarypferd: aber genau das ist es doch, ich kenne mittlerweile viele TAs und dabei ist sicherlich keiner, der "mal eben so" sagen würde "das Tier schläfern wir besser mal ein". WENN die das aber sagen, dann hat das eben auch einen Grund und wenn mir mehrere TA von einer OP abraten, dann sollte mir das zu denken geben finde ich.... und um das klarzustellen, ich würde meinem Pferd auch mit 30 eine OP oder sonst eine Behandlung immer zukommen lassen, wenn es eine reelle(!) Chance gibt das es danach (noch) ein pferdegerechtes Leben führen kann..... unabhängig davon, was das für mich bedeuten würde (von Kosten und Mühen her), denn diese Verantwortung übernimmt man mit der Anschaffung eines Tieres, aber eben auch die irgendwann den Schlussstrich zu ziehen, wenn es diese Aussicht nicht mehr gibt, oder die Aussicht verschwindend gering ist, dem Pferd vorher aber noch eine Tortur bevorsteht.

Für den Jungspund hier aus dem Titel hoffe ich, dass sich jetzt schnell eine endgültige Lösung ergibt und dass er dann dort klar kommt.
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Militarypferd

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Re: Rigoletto sucht...

BeitragDo 29. Mär 2018, 13:08

@Starshine, da gebe ich Dir größten Teils recht. Wobei es oft auch einfach schwierig ist, die "richtige" Entscheidung zu treffen.
Wir hatten hier einen Blüter mit schwerem Reheschub, seit 3 Monaten in Behandlung, kaum Besserung, zu dem Zeitpunkt großes Leid für das Pferd. 8 unserer kliniksärzte waren der Meinung euthanasieren, weil keine Heilungschance. Der Klinikchef hat sich jedoch als einziger dagegen entschieden und die Behandlung weiter fortgeführt. Mittlerweile, zwei Jahre später geht es dem Pferd ausgezeichnet und es kann sogar wieder leichte Arbeit verrichten. Es ist unglaublich schwierig, da es oft kein reines Schwarz/Weiß gibt.
Dran! Drauf! Drüber!
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Gundi

Moderator

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Re: Rigoletto sucht...

BeitragDo 29. Mär 2018, 13:27

Ich glaube es geht den meisten in dieser Diskussion weniger darum, ob jetzt das Pferd ein lebenswertes Leben führt oder nicht (ganz krass gesprochen). Das ist auch aus der Ferne schlecht zu beurteilen.
So wie ich es verstanden habe, hat er ja im Moment keine Schmerzen und ob er auf dem anderen Auge noch was sieht oder nicht, weiß auch keiner so richtig.

Was mir und wahrscheinlich auch den meisten, die sich hier bisher an der Diskussion beteiligt haben, so gegen den Strich geht, ist die Tatsache, dass hier von Anfang an die Verantwortung, die sich alleine schon durch das Züchten des Pferdes ergibt, ab dem Zeitpunkt des Bekanntwerdens, dass das 2. Auge auch geschädigt/blind ist, auf wen auch immer abgewälzt wurde.
TA sagt einschläfern, das will die Züchterin nicht. Ist auch ihr gutes Recht, schließlich ist es ihr Pferd.
Aber anstatt dann zu sagen, wir versuchen es, wie weit WIR mit diesem Pferd kommen, weil er so nett, schön... ist, werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das Pferd und die damit verbundene Verantwortung los zu werden.
Dass sich auf solche Gesuche hin meistens eher Leute melden, die ich als Züchter eher nicht als neue Besitzer haben wollte, zeigt die Erfahrung. Aber auch da kann man Glück haben.
Das mit dem Glück hat hier leider nicht geklappt.
Und genau hier kommt der Punkt, der bei mir einfach nur zu Kopfschütteln bis hin zum Schleudertrauma führt.
Denn genau jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich mich meiner Verantwortung stellen muss. Indem ich mich selber kümmere.
Wir sind hier nicht bei "Wünsch Dir was" sondern bei "So isses!"
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Anne845

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Re: Rigoletto sucht...

BeitragDo 29. Mär 2018, 14:01

@Gundi: Genau so sehe ich es auch!
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