Kilkenny IRE, MJung kauft ein - II

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fanniemae

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Kilkenny IRE, MJung kauft ein - II

BeitragMo 19. Nov 2018, 19:44

Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Links dieses Beitrags anzusehen. ... hael-jung/

ich habe mir die kollektion im einzelnen nicht angesehn, das "beuteschema" scheint jedoch das selbe zu sein wie beim Monart Sales (man kann es ihm nicht verdenken) - preiswertes junges VB:

.... eines der günstigeren Pferde kaufte hingegen Michael Jung, der am gleichen Wochenende auch beim Monart Sale in Irland auf Shopping-Tour war. Die dreijährige Stute Royal Trend v. Future Trend führt über ihren Muttervater Cult Hero xx einen ordentlichen Schuss Vollblut in den Adern. Bei 8000 Euro fiel der Hammer. Außerdem sicherte sich der Olympiasieger einen fünfjährigen Fuchs v. Ocean View-Bonnie Prince xx, der bereits erste Turnierluft geschnuppert hat. Das Irish Sport Horse mit dem klangvollen Namen Kilcandra Ocean Power wechselte für 19.000 Euro den Besitzer.

bemerkenswert der erneute auftrieb von diesmal 60 potentiellen buschpferden auf der grünen insel, nachdem aber die zahl von 6.000 stuten für das irish studbook im raum steht, macht das sinn.

abstammungen auf den ersten blick auch wieder stark SF/KWPN geprägt, ohne springgenetik vom festland geht es auch bei den iren nicht (das war mir zuvor nie bewusst, ich sehe immer noch einen cruising vor mir und hatte vermutet, das irish studbook pflege reinzucht). man lernt doch immer gern dazu :-)
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bumble

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Re: Kilkenny IRE, MJung kauft ein - II

BeitragMo 19. Nov 2018, 22:16

So,und wenn man nun Monart und Go fo r Gold zusammenzählt,dann sagt mir mal,wo man hier in D innerhalb einer Woche mit minimalem Fahraufwand( von der Anreise mal abgesehen...)soviele buschgeeignete Pferde sehen/probieren kann??Für den Profi mit Namen eigentlich 0 Risiko,(ausser dem eines jeden Reitpferdes), denn wenn die Einkäufe nicht für "ganz oben" heranreifen,lassen sie sich immer noch gut weiterverkaufen.
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longhorst

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Re: Kilkenny IRE, MJung kauft ein - II

BeitragDi 20. Nov 2018, 09:14

@fanniemae
abstammungen auf den ersten blick auch wieder stark SF/KWPN geprägt, ohne springgenetik vom festland geht es auch bei den iren nicht (das war mir zuvor nie bewusst, ich sehe immer noch einen cruising vor mir und hatte vermutet, das irish studbook pflege reinzucht). man lernt doch immer gern dazu :-)[/quote]


Bereits vor über 30 Jahren setzten die Iren Holsteiner Springblut ein.
Der weltweit erfolgreichste Vielseitigkeitsvererber mit Nachkommen in über 20 CCI**** Prüfungen trug den Namen Cavalier Royale und stammte aus der Zucht der Familie Johannsen aus Tornesch.
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longhorst

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Re: Kilkenny IRE, MJung kauft ein - II

BeitragDi 20. Nov 2018, 11:32

fanniemae hat geschrieben:https://www.st-georg.de/news/pferde-und-leute/vierbeiniger-nachwuchs-fuer-michael-jung/

ich habe mir die kollektion im einzelnen nicht angesehn, das "beuteschema" scheint jedoch das selbe zu sein wie beim Monart Sales (man kann es ihm nicht verdenken) - preiswertes junges VB:

:-)



Vom Preisniveau waren die Monart Sales mit den Goresbridge Go for Gold Sales nicht vergleichbar, wurden in Goresbridge doch in der Spitze für Dreijährige erheblich mehr ausgegeben.

Wurden 59.000€ für die dreijährige Preisspitze, 46.000€ für den zweitteuersten und 45.000€ für den dritteuersten Eventer von Oliver Townend ausgegeben.
Für diese Preise lohnt sich das Züchten auch in Deutschland.
Leider benutzt hier kaum ein Züchter Vollblut.

Bei dieser Gelegenheit wäre es doch einmal schön von @fanniemae aufgrund ihres gehobenen Datenreservoirs zu erfahren, wie hoch die Bedeckungszahlen bzw. die Anzahl der geborenen Vollblutnachkommen in Deutschland sind.
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fanniemae

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Re: Kilkenny IRE, MJung kauft ein - II

BeitragDi 20. Nov 2018, 20:07

longhorst hat geschrieben:....Wurden 59.000€ für die dreijährige Preisspitze, 46.000€ für den zweitteuersten und 45.000€ für den dritteuersten Eventer von Oliver Townend ausgegeben.
Für diese Preise lohnt sich das Züchten auch in Deutschland.
Leider benutzt hier kaum ein Züchter Vollblut....



das sind z w e i aus einer stutenbasis von 7.000 (siebentausend).
nein, dafür lohnt sich das züchten von (potentiellen) buschpferden in deutschland ganz sicher nicht.
und das hat darüberhinaus nichts mit vollblutanteil zu tun sondern allein mit der masse, aus der -hüben wie drüben- die klasse ensteht.

der relative vorteil, den IRE ggüb D und allen anderen wb-zuchten vom kontinent hat (und da bin ich ganz auf @bumble's seite ("dann sagt mir mal,wo man hier in D innerhalb einer Woche mit minimalem Fahraufwand( von der Anreise mal abgesehen...)soviele buschgeeignete Pferde sehen/probieren kann??"), ist neben der vermutlich günstigeren aufzucht allein die zentrale dichte zum aufgebot so vieler (potentieller) buschpferde.

und das wiederum ist allein ein relativer vorteil, kein absoluter.

BOLEYBAWN FREEDOM 40.000,-- 38%VB anteil - das entspricht selbst dem landesüblichen schnitt in D.
Kiltubrid Candy 40.000,-- 40%
Ballymoyle Pilot 40.000,-- 40%
von den anderen namentlich erwähnten spitzenpferden im st.georg artikel sticht allein Kilnamac Croga mit 52% (45.000) hervor.

38%-52% sind vb-anteile, die vermutlich deckungsgleich sind mit den spitzenspringpferdezuchten des kontinents, allen voran KWPN und Bel, aber selbst die deutschen springpferde liegen heute dank des SF/KWPN einflusses im 40%-er bereich. ich habe die indidvduellen vb-anteile nicht im kopf, aber diese diskussion wird ständig auch unter springpferdezüchtern mit anspruch für spitzensport geführt und ist nicht neu.
allein in frankreich dürfte SF diese VB anteile vermutlich sogar noch übertreffen.

deine unterstellung, dass buschreiter nach IRE reisen weil es dort hoch im blut stehende pferde gibt (und gleichzeitig verbunden damit die unterstellung, dass es diese andserswo so nicht gibt) wird durch diese zahlen nicht belegt.
es gibt sie tatsächlich überall.
sie werden nur nirgendwo sonst in dieser dichte zentral aufgeboten.
das ist ein feiner, aber sehr entscheidender unterschied.
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longhorst

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Re: Kilkenny IRE, MJung kauft ein - II

BeitragDi 20. Nov 2018, 23:00

Mich interessiert nicht die Stutenbasis, sondern vielmehr das gute hoch im Blut stehende Pferd zu finden. Gern auch im eigenen Land bei unserer guten deutschen Stutengrundlage.

Würde die „Masse“ der deutschen Züchter mehr Vollblut einsetzen, wäre auch hier das Angebot größer und wir bräuchten nicht nach Irland zu fahren.

Wie sagst Du selbst, Klasse entsteht nunmal aus Masse.

Wäre die Zucht eines Friedrich Butt so erfolgreich gewesen, hätte er nicht gezielt mit allen seinen Stuten (die kleine Masse) Vielseitigkeitspferde gezüchtet? Das waren während seiner Zeit fast 50 Pferde.

Das Herauspicken einzelner Pferde mit Preisen und Vollblutanteilen gepaart mit Vermutungen zu Spitzenspringpferdezuchten des Kontinents, ist absolut nicht aussagekräftig, wie Du selbst schon bei Sporterfolgen festgestellt hast, sollten Gesamtzahlen zugrunde gelegt werden.

Vermutungen bringen uns hier nicht weiter. Auch keine Vermutungen in Sachen günstiger Aufzucht oder vermutlicher Vollblutanteile anderer Pferdezuchten.

Fakten sollten genannt werden.

Möge man hier einmal eine deutsche Auktion nennen, wo mehr als eine Handvoll hoch im Blut stehende Pferde angeboten wurden.
Die hier von Profis gekauften Pferde sind dann häufig blutleer.

Bei den letzten Auktionen im Norden der Republik fand man nur selten einmal einen direkten Vollblutnachkommen bzw. einen Vollblüter als Muttervater bei den Auktionspferden und wenn schon einmal, dann beim dressurbetonten Pferd.

Wenn es sie doch tatsächlich überall gibt, warum fahren dann so viele Profis nach Irland und bleiben nicht im eigenen Land?

Würden sie hier das Qualitätspferd finden, würden sie auch einmal einen weiteren Weg im eigenen Land in Kauf nehmen. Man beachte, die Hin- und Rücktour nach Irland ist auch nicht geschenkt.

Dazu wäre es vielleicht aufschlussreich von @fanniemae zu erfahren, wie viel Vollblutbedeckungen bzw. geborene Vollblutnachkommen in Deutschland registriert sind, hat sie doch offensichtlich das Datenmaterial vorliegen.
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FCM

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Re: Kilkenny IRE, MJung kauft ein - II

BeitragMi 21. Nov 2018, 07:41

Ich kann nur jedem empfehlen, der auf der Suche nach einem qualitätsvollen Blutpferd ist, bei Miriam Bray zu schauen.. ich hatte letztes Jahr die Qual der Wahl.. und falls ich mal wieder auf der Suche bin, wird sie garantiert mit der erste Anlaufpunkt sein..

Allerdings gebe ich zu, mit dem Gedanken zu spielen nächstes Jahr auch in IRE vorbeizuschauen


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Josi

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Re: Kilkenny IRE, MJung kauft ein - II

BeitragMi 21. Nov 2018, 12:06

Kommt bei den Iren nicht auch die Aufzucht hinzu? Die Pferde, die mit den merkwürdigsten, steinigen, holprigen Koppeln fertig werden? Die Pferde, die bei einer Mauer oder einem Wall oder Wasser keine dummen Fragen stellen, weil sie das von Fohlen an kennen?

Als ich als Kind erstmalig nach Irland kam, war ich leicht geschockt, von den Wegen, über die wir im Rahmen eines gemütlichen Gruppenausrittes locker galoppierten. Bei uns wäre man ganz vorsichtig im Schritt da langegangen...

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