COB

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schmunzel

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COB

BeitragSa 11. Mär 2017, 16:17

Hallo Ihr alle!
Ich suche dringend Rat und kollektive Weisheit zum Thema COB beim Pferd.

Meine Stute (14 Jahre), unter normalen Umständen ein unverwüstliches Kraftpaket begann im November plötzlich zu husten und bei Belastung kurzatmig zu werden. Ich habe Sie geschont und bin längere Zeit nicht geritten, woraufhin das Husten auch dtl besser wurde, allerdings blieb die Kurzatmigkeit. Zusätzlich fing sie an Gewicht zu verlieren und hatte auch an zwei Tagen Fieber.
Tierarzt dran und bla und blup Sie wurde über mehrere Tage mit Antibiose behandelt, (Solange sie Fieber hatte auch mit Flumexin) und zusätzlich mit Ventipulmin, aber es wollte sich keine wirkliche Besserung einstellen.

Daraufhin haben wir sie anfang Januar endoskopiert und eine verschleimte Trachea sowie primär - bronchien und in der Zyto jede Menge neutrophile Granulozyten und Curschmann Spiralen gefunden.
Herrzlichen Glückwunsch damit steht die Diagnose : COB

Jetzt wird die Angelegenheit dadurch kompliziert, daß wir die Druse im Stall haben ... Sie steht im Offenstall zusammen mit drei definitiv an Druse erkrankten anderen Pferden und hat KEINE Symptome.

Weiterhin hab ich einen Allergie Test laufen lassen, bei dem eine geringe Allergie gegen einige Pollenpflanzen (Ampfer ...) gefunden wurde aber nicht eine einzige gegen Schimmelpilze, die ich bislang immer für unsere Probleme zur Verantwortung ziehen wollte. (Futtermittel stehen noch aus).

Jetzt bitte ich vielmals um Entschuldigung für den langen technischen Vorbericht aber ich habe die Hoffnung, daß es hier im Forum vielleicht einige Cracks gibt, die dazu in der Lage sind, mir mit Ihren eigenen Erfahrungen im Kampf gegen die COB etwas unter die Arme zu greifen.

Ich stehe mehr oder weniger grade vor der Entscheidung, ob ich sie vom Offenstall (eigentlich dtl geeigneter, aber ich kann dort nicht für vier bis fünf Pferde das Heu bedampfen) in eine Paddock Box (mit wahrscheinlich deutlich höherer Staubbelastung, dafür aber bedampftem Heu) stellen soll und weis beim besten Willen nicht, was ich grad machen soll.

Das Certerizin was ich Ihr bislang gegeben habe werd ich mir wahrscheinlich auch sparen können ... während Inhalieren dtl geholfen hat. (den Flexi Neb werd ich mir wohl kaufen, aber holla, was für ein Geld)

Sry für den Leseaufwand

Ich bin für eure Erfahrungsberichte schon im Vorfeld sehr dankbar

Schmunzel
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karamia

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Re: COB

BeitragSa 11. Mär 2017, 19:16

Hallo
Ich bin auch noch neu mit dem Thema aber bei uns bringt inhalieren bisher Wunder
Hab den air one und inhaliere jeden Tag seit 8 Wochen
Es fing bei uns auch mit ein "bisschen" husten an der dann auch klassisch behandelt wurde Aber nicht verschwand
In der Klinik kam dann Rao als Diagnose, wobei die Ärztin zuversichtlich war das es in den Griff zu bekommen ist
Im Labor werden wohl alle Zellen sie eine Erkrankung länger als 3 Wochen zeigen als chronisch eingestuft
Blutgaswerte waren bei meiner recht gut
Sauerstoffgehalt bei 93
Das werden wir demnächst nochmal prüfen um einen Vergleich zu haben


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karamia

  • Beiträge: 439

Re: COB

BeitragSa 11. Mär 2017, 19:20

Ach ja in Facebook gibt es eine Gruppe atemwegserkrankte Pferde
Da sind echt viele Leute und ich hab da sehr viele gute Infos raus ziehen können
Da kann man auch an Sammelbestellungen für den Air One teilnehmen
Hab für mein Akku gerät 760 statt 900 gezahlt
Lief schnell und unkompliziert


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Militarypferd

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Re: COB

BeitragSa 11. Mär 2017, 19:37

Hallo schmunzel, da habt ihr ja eigtl schon recht gut und korrekt vorbehandelt.

Offenstall ist für so ein Pferd eigtl wirklich das beste, vorausgesetzt die hat dort nicht zusätzlichen Stress durch Rangordnung etc. Und Liege- und Laufflächen, sowie das Futter sollten so staubfrei, wie möglich sein. Futtertechnisch könnte man versuchen die Gruppe auf heulage umzustellen. Im liegeBereich könnte man auf Torf oder groben speziellen rindenmulch umsteigen, da z.t Stroh und späne noch zu reizend sein können.
Und trockenes Heu wird von viele COB Pferden nicht verkraftet, auch das füttern vom Heu an Pferde in der Nachbar box kann schon zu viel sein. (Bzw. Bei euch einfach in der Nähe)

Auch adäquate Bewegung (reiten, longieren am besten draußen oder in einer SEHR staubarmen halle - alte RHböden können z.t. große keimbelastung aufweisen!) können sinnvoll sein - das muss jedoch unbedingt mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Als weiterführende Untersuchung würde ich eine blutgasanalyse und ggf. eine BAL nicht uninteressant finden.

Zusätzlich kann versucht werden kurzeitig medikamentell zu unterstützen.

Z.b. mit Clenbuterol, dembrexin, prednisolon
Noch besser sind die glykokortikoide inhalative zu verabreichen.

Auch die von dir erwähnte inhalation mit salzlösung würde ich als empfehlenswert erachten.

Das mit der Druse ist natürlich zusätzlich ganz große sch**, es wäre aber nicht fair unter dem Aspekt, dein Pferd jetzt in einen anderen Bestand zu stellen.

Das A und O sind aber Staub- und schadgasvermeidung!
Besprich dich bezüglich der Medis mal mit deinem behandelnden TA
Auf die Allergene würde ich mich jetzt mal nicht so sehr versteifen, da die COB sich nicht durch einzelne Allergene provozieren lässt.
Dran! Drauf! Drüber!
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Josi

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Re: COB

BeitragSa 11. Mär 2017, 20:15

Ich habe auch einen COB-ler. Wir bekamen von unserem Doc ein Inhalierteil, das man auf eine Nüster setzen kann und dann passen die normalen Inhalierdinger für Menschen rein. Und damit wurden ihm dann 2 - 3 x am Tag die Medikamente gegeben.
Schwierig zu beschreiben, aber es sah aus als setze man dem Jung so ne Art Tröte auf die eine Nüster. Es war jedenfalls nicht so teuer als die Inhaliergeräte.
Beim Wechsel in eine Paddockboxe wurde es deutlich besser. Aber das einzige, was allerdings bei uns echt geholfen hat, war die Umstellung auf Aktivstall, mit der ständigen Bewegung in der frischen Luft.
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schmunzel

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Re: COB

BeitragSa 11. Mär 2017, 21:39

Sooooo viele tolle Antworten :)

Die Haltungsbedingungen im Offenstall kann ich leider nicht ändern :(
Im Endeffekt bedeutet das für uns die Frage zu stellen, ob sie mehr von bedampftem Heu profitiert als das ihr die Paddockbox schaden wird.
Im Offenstall gibt es momentan 2 Heuraufen. Eine steht im offenen - da kann es also auch reinregnen - und eine steht im Unterstand. In der offenen Heuraufe hat es einen Rundballen, während im Unterstand in der Raufe Ballenheu aufgeschüttelt wird.
Eine Einstreu gibt es nicht - im Unterstand hat es reinen Erdboden.
Die Alternative ist eine Paddockbox - mit der Box in der überdachten Stallgasse und rechts und links andere Pferde (evtl auch mit bedampftem Heu) aber die Staubbelastung ist wahrscheinlich bedeutend größer, wobei sie da auch (Im Sommer) den Tag auf der Weide verbringen kann (und wird).

Jetzt hab ich mich nach diesem Allergentest auch so ein bischen von der Allergiegenese verabschiedet, was im Endeffekt wahrscheinlich bedeutet, daß sie im Offenstall deutlich besser aufgehoben sein wird?
Was im Sommer wohl mit Sicherheit zutrifft (im Offenstall 3 Hektar Weide ganzjährig verfügbar)
Aber spätestens nächsten Herbst wird sie dann die Nase wieder ins Heu stecken...

Was ich auch nicht so ganz verstehe, ist warum daß so plötzlich und nach Infekt auftritt. Gibt es für so etwas tatsächlich eine infektiös ausgelöste Bronchitis als Trigger?

Im Moment bekommt sie von mir Budesonid über die Nüstern, was hervorragend klappt und eine gute Entzündungshemmung bewirken sollte. Grad am Anfang hat das Inhalieren mit NaCl aber ganz hervorragend geholfen um den Schleim zu lösen. Hexadreson in der Inhalierlösung (wir machen das in der Klinik bei Hunden und Katzen mit sehr gutem Effekt) hat nicht so wirklich eine Besserung gebracht, das Ventipulmin oral war zur Bronchenerweiterung aber phänomenal gut.

Ich weis nur so gar nicht was ich machen soll ... Wenn ich mir das mit demm Allergietest so richtig überlege denke ich, kann ich auf das bedampfte Heu eher verzichten, lasse sie im Offenstall und inhalier mit Kortison wenn es staubig ist ??? Das Certirizin werd ich mir dann wohl auch sparen können ...

Da im Moment keine Pferde den Bestand verlassen und nichts frei ist, kann ich das mit der Box und dem bedampften Heu auch nicht einfach mal nur ausprobieren

BAL

Es fanden sich hochgradig Leukozyten.
Neutrophile Granulozyten dominierten das Zellbild.
Alveolarmakrophagen/Typ II Pneumozyten lagen mittelgradig vor.
Eosinophile Granulozyten zeigten sich in geringer Zahl.
Lymphozyten fanden sich vereinzelt.
Zudem waren geringgradig Bronchialepithelien nachweisbar.
Die Zellen lagen eingebettet in mittel- bis hochgradig
Schleimbestandteile.
Curschmannspiralen fanden sich mittelgradig.
Es war geringgradig kristallines Fremdmaterial nachweisbar.
Es fanden sich keine von den neutrophilen Granulozyten und den
Makrophagen phagozytierten Bakterien.


Es ist zum Mäusemelken :(
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schmunzel

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Re: COB

BeitragSa 11. Mär 2017, 21:42

Das mit der Heulage muß ich mal erörtern, aber ich kann mir vorstellen, daß das schwer (weil teurer) wird

Edit zum besseren Verständnis
Behandelnder TA bin im Endeffekt ich, was ich fürchterlich finde, da ich von Pferdemedizin kaum Ahnung habe. Einen Pferdekollegen zu finden der meinen Ansprüchen genügt ist leider nicht so ganz simpel, was zugegebenermassen vielleicht auch ein bissl an meinen Ansprüchen liegt.
Wenn aber wer einen Spezialisten auf dem Gebiet kennt, wär ich für einen Kontakt sehr dankbar.
Für wen in Sachsen gibt es Pluspunkte :)
Ich würd ungern mit der Stute und meinem kaputten Auto bis nach Hannover fahren
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Zwergl

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Re: COB

BeitragSa 11. Mär 2017, 21:55

So wie du das beschreibst, würde ich das Pferd auch in jedem Fall im Offenstall lassen - Paddockbox wird das Problem in dieser Konstellation eher verschlechtern...

Abgesehen davon ist bedampfes Heu auch gar nicht so gesund, wie einem immer Glauben gemacht werden soll... ;) .

Nach überstandenem Infekt ist das Bronchialsystem einfach erst mal angreifbarer...deshalb geht so was meist diesem Problem voraus... ;)
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karamia

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Re: COB

BeitragSa 11. Mär 2017, 22:00

Also meine steht im OS und frisst Heu trocken aus einer raufe mit Netz
Stroh haben wir raus genommen
Heulage hat sie nicht gut vertragen und das hätte auch einzelhaltung bedeutet weil wir nicht alle umstellen können und wollen
Unsere Ärztin hat natürlich auch so staubarm wie möglich empfohlen aber 24h frische Luft mit dauerhafter Bewegung einer Box mit speziellem Futter vorgezogen
Und ja bei uns was es die Folge eines Infektes
Vielleicht habt ihr die Möglichkeit das Heu mit einem netz abzudecken
Dann tauchen sie mit der Nase nicht so rein
Heu aufschütteln sollte vermieden wären in ihrem Umfeld


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schmunzel

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Re: COB

BeitragSa 11. Mär 2017, 22:07

Das mit dem Netz ist ein guter Gedanke, daß werd ich mal anbringen!
:)
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Zwergl

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Re: COB

BeitragSa 11. Mär 2017, 22:19

...auch eine sehr gute Möglichkeit Staubbelastung zu minimieren, wäre das hier:

Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Links dieses Beitrags anzusehen.% ... 7_811.html

Zwergi hat seit November so eine in vor ihrer Paddockbox...durch die Fressplatte kann die Nase nicht eintauchen...und der Staub fliegt zuverlässig durch die Ritzen im Boden...

Wäre aber natürlich wieder mit Kosten verbunden...
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schmunzel

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Re: COB

BeitragSa 11. Mär 2017, 22:36

einmalige Investitionen die überschaubar sind tätige ich gerne, aber der Stallbesitzer muß auch irgendwie mit ins Boot zu bekommen sein

Die Raufe draußen erfüllt mehr oder weniger diesen Zweck. Das Problem ist die Raufe im Unterstand, da gibt es keine Möglichkeit für den Staub durchzufallen ...

Das sind gute Ansätze - Danke fürs Teilen :)
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Zwergl

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Re: COB

BeitragSa 11. Mär 2017, 22:42

schmunzel hat geschrieben:einmalige Investitionen die überschaubar sind tätige ich gerne, aber der Stallbesitzer muß auch irgendwie mit ins Boot zu bekommen sein

Die Raufe draußen erfüllt mehr oder weniger diesen Zweck. Das Problem ist die Raufe im Unterstand, da gibt es keine Möglichkeit für den Staub durchzufallen ...

Das sind gute Ansätze - Danke fürs Teilen :)


Wend Dich zwecks einer entsprechenden Variante davon vll. einfach mal bei dem Firmeninhaber aus oben genanntem Link... oft bastelt Harry aus so ner Anregung die nächste Variante seiner Heuboxen... ;) .
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SasaRay

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Re: COB

BeitragSo 12. Mär 2017, 07:39

Wie geht es der Stute denn aktuell?

Ich habe leider die Erfahrung gemacht, dass diese klassischen Offenstallraufen häufig gar nicht gehen. Da bleibt so viel Dreck und Schimmel (Allergietest hin oder her, es ist immer der Schimmel) in den Ecken hängen, dass man einfach keine Ruhe ins auf Krawall gebürstete Immunsystem kriegt. Cortison hat sie nicht gekriegt? Wenn nein, warum nicht?
Der Schleim ist jetzt aber raus? Oft ist die mechanische Reizung die der Schleim verursacht genau das, was die Sache super unterstützt. :(

Leider ist jedes Pferd anders und es geht nicht ohne ein wenig rumprobieren, was aus meiner Erfahrung aber das allerwichtigste ist, das ist die Bewegung. Das ist natürlich schwierig, wenn das Pferd arg zieht und hustet und man braucht auch viel Gefühl, weil manche Pferde aus Unbehagen grell werden und nicht weil sie munter sind, aber ich würde irgendwie gucken, sie ans arbeiten zu kriegen.

Die Entstehung / der Verlauf ist leider der Klassiker. Ein Pferd mit gewisser Veranlagung (das sieht man ja von außen nicht), ein verschleppter Infekt, keine Bewegung und schon hat man den Mist. :)
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schmunzel

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Re: COB

BeitragSo 12. Mär 2017, 12:46

Die Frage mit dem Schleim habe ich mir auch schon gestellt. Ohne erneute Endoskopie wahrscheinlich nicht wirklich rauszubekommen oder?
Für alles was es wert ist, ist sie aber deutlich weniger kurzatmig, wenn auch nur unwesentlich belastbarer. Wobei ich hoffe, daß das zum größten Teil der Konditionsverlust ist.
Kortison würd ich systemisch in den ersten Wochen sehr gerne geben um erst einmal Ruhe reinzubringen, ich traue mich nur mit all den Druse Infizierten Pferden um sie herum nicht so recht.
Daher beschränke ich mich zur Zeit auf Kortisonspray - Budesonid.

Ich bin am überlegen, ob ich mit ihr doch nochmal nach Berlin fahre (Hannover ist so weit) und die Endoskopie wiederholen lasse und Blutgase machen lasse (Blutgase bekomme ich im Stall nicht hin - und nach 1/2 Stunde Autofahrt muß ich im Blut dann auch keine Sauerstoffkonzentration mehr messen.)

Gibt es da einen sinnvollen Zeitrahmen für ?
Wann Inhaliert Ihr eure Pferde mit NaCl - Nur wenn Sie Probleme haben, wenn sie einer Staubbelastung ausgesetzt sind oder auch präventiv?

Danke für all die Interessanten Erfahrungsberichte :)

Oh und PS daß mit der Bewegung hat mir inzwischen eigentlich so jeder COB erfahrene Pferdebesitzer bestätigt und scheint auch aus meiner Erfahrung zu helfen.
Im Januar war inhalieren mit NaCl - abgaloppieren dann wieder inhalieren mit NaCl jeweils ca 15 Minuten DIE Massnahme um sie zum abhusten zu bringen.

Ist der Schleim überhaupt irgendwann mal weg oder kommt der immer wieder ??

lg

Schmunzel
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Saphiri

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Re: COB

BeitragSo 12. Mär 2017, 13:37

Also bezüglich des Inhalierens: Meiner hustet aktuell überhaupt nicht mehr, obwohl er schon soweit war dass der Tierarzt von einschläfern gesprochen hat. Jetzt ist er wieder Top fit und geht auch wieder Turnier. Anfangs hab ich mit Budesonid (Pulmicort) inhaliert, verdünnt mit Kochsalzlösung. Das ganze für bestimmt 6 Monate, da immer wieder Rückschläge kamen und er zwischenzeitlich auch durch den Husten einen komplett entzündeten Kehlkopf hatte. Habs dann gaaaaanz langsam ausgeschlichen und inhalieren jetzt noch täglich 30 Minuten vor dem Reiten mit Kochsalzlösung. Als Inhalator hab ich den Air one und bin super zufrieden. Ich hab meinen auf Späne umgestellt und das Heu wird gewaschen. Momentan sieht alles super aus, weshalb ich mich auch nicht traue irgendetwas zu verändern. Gearbeitet wird er täglich und momentan braucht er keinerlei Medikamente mehr. Das tägliche Inhalieren kostet natürlich Zeit, aber ich hab das Gefühl es tut ihm sehr gut.
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SasaRay

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Re: COB

BeitragSo 12. Mär 2017, 14:19

Mangelnde Belastbarkeit ist leider ein deutliches Zeichen für ein verschleimtes Pferd. Das ist ja meistens das, womit die Leute ankommen, da hat das Pferd noch gar nicht gehustet ...
Hat bei euch niemand ein transportables Endoskop? Proben müssen doch nicht mehr entnommen werden. Ich sag jetzt nicht, dass da eins aus dem Baumarkt genügt, aber so in der Richtung ist das :D
Man hört es auch gut. Extrem selten ist mal einer dabei, der bis zum Stehkragen zu ist und sich normal anhört. Meistens kommt man mit abhören und Perkussion recht zuverlässig zurecht.

Ein Pferd mit entsprechender Veranlagung neigt leider immer wieder zum verschleimen. Es wird tendenziell sehr zäher Schleim gebildet und durch die lange Krankheitsdauer ist das Flimmerepithel meist auch nicht mehr ganz fit.

Mit der Druse, das ist natürlich doof. Ich drück die Daumen, dass euch das nicht auch noch erwischt.
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karamia

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Re: COB

BeitragSo 12. Mär 2017, 17:37

Bei meiner Stute wurde im Oktober bronchoskopiert
Es war kein Schleim zu sehen
Nichts
Wir haben dann auf möglichst staubarm umgestellt und alle Ratschläge befolgt aber der Hustenr und die schlechte Belastbarkeit blieben
Anfang Januar kam der Air One und nach vier Wochen wieder Bronchoskopie
Alles voll mit Schleim
Zum Glück dünnflüssig und auf gutem Weg raus zu kommen
Aber ohne Inhalation würde es noch immer in der Lunge fest sitzen
Perkussion war sehr deutlich zu hören wo sie zu sitzt
Mein Pferd hustet gar nicht mehr. Sie laut und schluckt beim inhalieren viel und schnaubt dann beim reiten gut ab
Es löst sich definitiv und ich werde noch eine lange zeit weiter inhalieren




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Montelino

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Re: COB

BeitragMo 13. Mär 2017, 09:53

Bei meinem früheren Pferd war trockenes Heu das Problem. Selbst bei 24 h Wieses mit Zufütterung von Heu begann er extrem zu husten und zu ziehen. Stroh dagegen war kein Problem. Es wurde sofort besser, als er in eine Strohbox eingezogen ist und nasses (getauchtes) Heu bekommen hat. Es lag bei ihm also gar nicht an der STaubbelastung als solches, sondern ausschließlich auf trockenen Heustaub. Heulage war bei ihm keine Alternative mehr, da er nach Jahren extreme Blähungen und Kotwasser davon bekommen hat.
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Favorina

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Re: COB

BeitragDo 16. Mär 2017, 20:31

Hallo Schmunzel,

unsere Stute hatte vor ca. 7 Jahren auch extreme Probleme mit der Atmung. Im Prinzip hatte sie schon COB. Dampfrinne war auch schon leicht zu sehen. Klassische Behandlung half nur kurzfristig. Auch Änderung der Einstreu (kein Stroh, stattdessen Späne, im Anschluss sogar keine Einstreu und Gummimatten), selbstverständlich nur gewässertes Heu oder Heulage, Inhalieren,.... Nix brachte eine echte Verbesserung. Da das Ganze im Frühjahr schlimmer war als im Winter vermute ich eine Allergie gegen irgendwelche Pollen oder ähnliches. Kann ja auch gegen Pollen von Bäumen gewesen sein. Pferd stand damals bereits im Offenstall und ich konnte dort ziemlich viel selbst regeln, daher haben wir wirklich alles denkbare versucht, ohne wirklichen Erfolg. Im Februar 2011 haben wir den Stall gewechselt. Der Grund war nicht Florinas Gesundheitszustand, sondern wir sind umgezogen, Arbeitsplatz gewechselt etc. Wir wechselten in einen Aktivstall. Nassheu war da nicht möglich, aber hatte im alten Stall ja sowieso nichts gebracht. Aufgrund der Jahreszeit war auch alles ok. Das Frühjahr kam und damit der Husten. Im Stall war jemand, der Akupunktur gemacht hat. Florina wurde 3x akupunktiert und war danach bis zum nächsten Frühjahr ohne Beschwerden. Dann 2x akupunktiert und daraufhin hatte sie nie wieder Beschwerden. Einen Versuch wäre es auf jeden Fall wert. Wenn ich daran denke, was wir bis dahin alles investiert hatten und was die Akupunktur gekostet hat, hätte ich das viel früher versuchen sollen.
Florina hat bis heute keine Probleme mehr und braucht keine Sonderbehandlung bezüglich Fütterung oder Haltung mehr, was will man mehr.
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